Neugeborenen-Screening auf Mukoviszidose – Informationen für Eltern

Wie läuft das Neugeborenen-Screening auf Mukoviszidose ab?

Das Neugeborenen-Screening auf Mukoviszidose ist eine (freiwillige) Reihenuntersuchung. Jedes neugeborene Baby in Deutschland hat Anspruch auf diese Untersuchung, die an das allgemeine Neugeborenen-Screening auf verschiedene Stoffwechselerkrankungen gekoppelt ist. Kurz nach der Geburt (zwischen der 36. und der 72. Lebensstunde) werden dem Baby einige Tropfen Blut entnommen, auf ein Filterpapier getropft und an das Sceening-Labor geschickt. 

Auffälligkeiten im Test erfordern weitere Diagnostik

Werden in diesem Screening Auffälligkeiten festgestellt, bedeutet das noch nicht, dass das betroffene Kind tatsächlich an Mukoviszidose erkrankt ist. Vielmehr ist eine weitere Diagnostik erforderlich, der sogenannte Schweißtest. Der Mukoviszidose e.V. empfiehlt betroffenen Eltern, sich für diesen Test an ein zertifiziertes Mukoviszidose-Zentrum zu wenden. Denn dort ist garantiert, dass der Schweißtest nach den von Experten vorgegebenen aktuellen Leitlinien durchgeführt wird. 

Von den etwa 700.00 Geburten Jährlich werden voraussichtlich gut 800 Elternpare die Information bekommen, dass sie mit ihrem Kind eine weitere Untersuchung machen lassen sollten, weil das Screeningergebnis auffällig war. Bei weniger als 200 Kindern wird sich der Verdacht auf Mukoviszidose tatsächlich bestätigen. Für diese Kinder ist die frühe Diagnose ein großer Fortschritt. Wenn die Therapie noch vor den ersten Symptomen einsetzt, kann der Krankheitsverlauf deutlich abgemildert werden.

Weitere Informationen

Sie finden hier ein Schreiben des Arbeitskreises Psychosoziales des Mukoviszidose e.V., um Sie in dieser Situation zu unterstützen:

Zum Text des Briefes

(Zertifizierte) Mukoviszidose-Zentren

Weitere Informationen zur Diagnose von Mukoviszidose

Kontakt

Tel: 0228 98780-0

E-Mail: screening@muko.info