Osteoporose
Als Osteoporose (lateinisch.: Os = Knochen, porös = brüchig) bezeichnet man eine Knochenerkrankung, die mit einer Verringerung der Knochenmasse und einem Verlust der Knochenmineralisierung einhergeht. Der Knochen ist besonders in der Wachstumsphase ständigen Prozessen der Knochenneubildung und des Knochenabbaus unterworfen. Eine Osteoporose entwickelt sich, wenn einerseits der Knochenabbau überwiegt oder andererseits die Knochenneubildung zu gering ist. Dann besteht ein Ungleichgewicht zwischen Knochenabbau und Knochenaufbau. Dadurch wird der Knochen porös und brüchig und das Risiko für Knochenbrüche und Knochenverformungen steigt stark an.
Osteoporose bei Mukoviszidose
Die Osteoporose ist für Menschen mit chronischen Entzündungserkrankungen ein großes Problem, in zunehmendem Maße auch für erwachsene Menschen mit Mukoviszidose. Eine Abnahme der Knochenmasse ist ein natürlicher Alterungsprozess, der jedoch bei CF-Patienten oft bereits im frühen Erwachsenenalter und mit raschem Verlauf einsetzt. Die Knochendichte von CF-Patienten liegt zwischen 10 und 35% unter der von Gesunden und das Risiko für Knochenbrüche ist 10- bis 100-mal höher als bei gleichaltrigen Nicht-CF-Patienten.
Wo liegen die Ursachen?
Die Ursachen für eine CF-assoziierte Osteoporose sind vielfältig. Die ungenügende Therapie einer Pankreasinsuffizienz kann zu Untergewicht, verzögerter Pubertätsentwicklung und Mangel an Vitamin-D und Kalziumsalzen führen. Auch die chronische Lungenerkrankung wirkt sich negativ auf den Knochenstoffwechsel aus. Geringe körperliche Aktivität und wenig Sonnenlicht fördern (da Sonnenlicht für die Bildung von Vitamin-D wichtig ist) die Osteoporose. Zusätzlich verstärkt die Langzeitgabe von kortisonhaltigen Medikamenten (Glucocortikoiden) die Entwicklung einer Osteoporose.
Was kann man tun?
Entsprechend der Ursachen sehen auch mögliche Gegenmaßnahmen aus: Gabe von Vitamin-D und Kalzium. Erhöhung der Enzymmenge während der Nahrungsaufnahme um eine verbesserte Nährstoffaufnahme zu garantieren, fettreiche Zusatzkost, Einsatz von Geschlechtshormonen, Muskeltraining, viel Bewegung an der Sonne und eine gute Einstellung der Schilddrüsenfunktion.


