Posterwalk: 20 Poster in 45 Minuten
Es war nicht gerade ein Spaziergang, was den Besuchern des "Posterwalk" in der Mittagspause geboten wurde. Aber gelohnt hat sich der "Rundumschlag" auf alle Fälle, zumal anschließend noch fast zwei Tage Zeit waren, sich die Poster in Ruhe anzuschauen.
20 Poster aus den unterschiedlichsten Forschungsgebieten (Grundlagenforschung, klinische Forschung, Ernährung, Pflege u. a.) wurden in 45 min vorgestellt. Den Referenten der jeweiligen Poster standen demnach knapp 2 Minuten zur Verfügung, um den um das Poster gescharrten Zuhörern die wichtigsten Inhalte zu vermitteln. Ganz beeindruckend zeigte der Posterwalk die Interdisziplinarität der CF-Forschung und sollte schon allein aus diesem Grund im nächsten Jahr fortgesetzt werden.
Posterpreise gingen nach Jena, Berlin und Hannover
Die Vorsitzenden der verschiedenen Arbeitskreise waren aufgerufen, die besten drei Poster zu prämieren. Dabei belegte das Poster von Herrn Dr. Mainz aus Jena den ersten Platz. Er präsentierte erstmalig Daten einer Querschnittsstudie zur chronischen Rhinusinusitis bei CF-Patienten. Seine Daten belegen, dass HNO-Beschwerden bei CF-Patienten mehr Beachtung finden sollten und dass einheitliche Behandlungswege evaluiert werden müssen.
Den zweiten Platz belegten Melanie Bothe und Josephine Braun aus Berlin. Im Rahmen zweier durch die FGM geförderten Nachwuchsforschungsprojekten arbeiten die jungen Wissenschaftlerinnen an der Erforschung von alternativen Chlorid-Kanälen. Die Arbeit ist insofern von fundamenteller Bedeutung, als dass man hofft, in Zukunft durch die Aktivierung alternative Chlorid Kanäle den CFTR-Defekt kompensieren zu können.
Der dritte Posterpreis ging an Karin Schlüter aus Hannover. Sie untersuchte in einer Querschnittsstudie die Ca2+ Zufuhr /pro Tag bei CF-Kindern und verglich diese mit gesunden Kindern. Weder gesunde noch CF-Kinder erreichten die empfohlene Tagesdosis, im Mittel erschienen die Defizite bei CF-Kindern jedoch geringer als bei den gesunden Kindern. Die Schwankungsbreite bei CF-Kindern in der Ca2+ Zufuhr ist jedoch sehr groß, so dass individuell entschieden werden sollte, wann eine Ca2+ Supplementation notwendig ist.
Sylvia Hafkemeyer






