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Atemwege und Lunge

Hauptaufgabe der Atemwege ist die Versorgung des Körpers mit Sauerstoff. Die Atemluft gelangt über die oberen Atemwege, zu denen die Nase, die Nasenebenhöhlen und der Rachenraum gehören, in die unteren Atemwege. Hierzu zählt man die Luftröhre, die Bronchien und die Lunge selbst. Der eigentliche Sauerstoffaustausch findet an den Lungenbläschen (Alveolen) statt.

Die oberen Atemwege, die Luftröhre und die Bronchien dienen als Leitungs- und Säuberungsbahnen der Atemluft. Sie bereiten die Luft für einen optimalen Sauerstoffaustausch an den Lungenbläschen vor:

In der Nase wird die Luft angewärmt, angefeuchtet und vorgereinigt, in der Luftröhre und den Bronchien wird sie befeuchtet und gereinigt.

Das Reinigungssystem der Lunge

Nase, Luftröhre und Bronchien sind von einer Schleimhaut überzogen, die aus dem Flimmerepithel (Zellverband, der innere Körperoberfläche bedeckt und mit Flimmerhaaren bedeckt ist) und schleimbildenden Zellen besteht. Dies ist das Reinigungssystem der Lunge. Fremdkörper, wie Staubteilchen oder Bakterien werden im, von den Schleimzellen produzierten Schleim (Mukus) gebunden, dieser wird dann durch die Flimmerhärchen zum Rachenraum transportiert und hier geschluckt. Gelangen größere Fremdpartikel in die Luftröhre oder in die Bronchien, oder ist das Flimmerepithel beschädigt oder zerstört, wird ein Hustenreiz ausgelöst, durch den die Fremdpartikel und der Schleim in Richtung Rachen katapultiert werden.

Bei Mukoviszidose verstopft der zähe Schleim die Lunge

Bei Mukoviszidosepatienten ist der Schleim aufgrund der Veränderung im Gen viel zäher als der Schleim eines Gesunden. Die Bildung dieses sehr zähen, wasserarmen Schleims ist auch Namen gebend für die Krankheit (Mukus, viszidus = zäher Schleim). Dieser kann nicht mehr effektiv von den Flimmerhärchen  abtransportiert werden, Fremdpartikel und Schleim verbleiben in der Lunge und verstopfen diese.

Der Schleim ist ein idealer Nährboden für Bakterien.

Wird eine Mukoviszidose nicht behandelt, kommt es zu verschiedenen Krankheitssymptomen. Diese treten zum Teil schon beim Neugeborenen auf, in manchen Fällen, abhängig von der Art der Genveränderung, im frühen Kleinkindalter oder bei jungen Erwachsenen. Sowohl die oberen als auch die unteren Atemwege sind davon betroffen.

Da Säuglinge und Kleinkinder häufig unter Infekten der Atemwege leiden, ist eine Abgrenzung zwischen normalen Kindererkältungen und Husten und Schnupfen infolge einer Mukoviszidose oft schwierig.

Typische Atemwegs-Symptome bei Mukoviszidose sind:

  • häufiger nächtlicher Reizhusten mit erhöhter Schleimproduktion
  • stark angeschwollene Nasenschleimhaut
  • Nasennebenhöhlenentzündungen und die Ausbildung von echten Nasenpolypen (im Gegensatz zu den Rachenmandeln, die im Volksmund oft als Polypen bezeichnet werden), die das Atmen erschweren,
  • anhaltender, starker Husten
  • häufige Bronchitis oder Lungenentzündung.
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