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Zum Thema "Schwangerschaft"

Mein Name ist Linda Wycisk. Ich bin 25 Jahre alt. Ich habe neben der Mukoviszidose eine Lippen-Kiefer-Gaumen-Segel-Spalte und lebe zusammen mit meinem Mann Frank (30 Jahre) und unserem Sohn Justin (19 Monate) in Flensburg. Trotz der Erkrankung wünschten wir uns ein Baby. Nachdem die Ärzte ausschließen konnten, dass Frank Träger der Krankheit sei, wurde ich nach einer Hormontherapie im September 2004 schwanger. Mir ging es wie jeder anderen werdenden Mutter auch. Ich hatte Heißhunger auf Mirakoli, reagierte empfindlich auf verschiedene Gerüche und auch die bekanntliche Übelkeit überfiel mich ab und zu. Dies ging allerdings nur die ersten drei Monate so, danach war alles gut und gesundheitlich war ich stabil. Mir ging es richtig gut und wir freuten uns auf unser kleines Baby. Beruflich war ich derzeit im Einzelhandel tätig. Da die Infektionsgefahr durch die vielen Kunden zu groß war, arbeitete ich seit der 7. Woche nicht mehr. Ich wurde von meiner Ärztin von der Arbeit befreit (Mutterschutzgesetz). Medikamente nahm ich während der Schwangerschaft auch, allerdings nur Kreon 25000, Fluimucil, Folsäure, Vitamin B duo und Inhalation mit Pulmozyme. Die bekannten Infusionstherapien brauchte ich während der gesamten Schwangerschaft nicht. Es verlief also alles normal.

Ab der 21. Woche spürte ich regelmäßig Justins Bewegungen. Wir bereiteten uns auf unseren kleinen Spatz vor, renovierten das Kinderzimmer, kauften Kleidung, Spielzeug, Kinderwagen und Möbel und genossen die unbeschreiblich schöne Zeit der Schwangerschaft. Gesundheitlich ging es mir weiterhin super gut. Ab der 34. Woche wurde der Bauch dann langsam schwer, aber auch dies bleibt einer gesunden werdenden Mutter nicht erspart. Ich hatte große Angst, dass Justin durch meine Krankheit viel zu früh geboren wird, aber diese Angst war zum Glück unbegründet. Justin wurde gesund in der 38. Woche, am 25. Mai 2005, geplant durch einen Kaiserschnitt geboren. Auch danach ging es mir gesundheitlich super. Ich brauchte immer noch keine Infusionstherapie und konnte unseren Sohn dadurch sieben Monate stillen. Es ist natürlich an einigen Tagen etwas anstrengend. Wir CF-ler sind häufig müde, müssen regelmäßig und viel essen und dürfen auch das tägliche Inhalieren nicht vergessen. Dies ist mit einem Säugling manchmal anstrengend, aber dennoch machbar. Mit der Hilfe meines Mannes haben wir alles sehr gut im Griff. Justin ist heute 19 Monate alt. Er bringt uns täglich so viel Freude und er gibt seiner Mama Kraft an jenen Tagen, in denen sie durch zu wenig Schlaf oder durch Infusionstherapie etwas geschwächt ist. Wir sind stolz auf unseren Sohn und wenn es mir weiterhing so gut geht, dann wird Justin vielleicht sogar ein kleines Geschwisterchen bekommen.

Ich wünsche allen Eltern und allen werdenden Müttern und Vätern mit CF alles erdenklich Gute und natürlich gesunden Nachwuchs!!! Gönnt euch viel Ruhe, nehmt euch Zeit die Schwangerschaft zu genießen und vor allem achtet auf eure Gesundheit.

Viel Glück!!!

Linda Wycisk

Expertenrat